Hilfsmaßnahmen von Bund und Stadt

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Hilfsmaßnahmen von Bund und Stadt

Ein Überblick über Hilfsmaßnahmen durch den Bund und die Freie und Hansestadt Hamburg

Neue Hilfsmaßnahmen

Finanzielle Förderungen und Entlastungen

Information und Beratung

Neue Hilfsmaßnahmen

Die Dezemberhilfe

Worum geht's?
Um den von den temporären Schließungen erfassten Unternehmen, Betrieben, Selbständigen, Vereinen und Einrichtungen (im Weiteren: Unternehmen) durch die Krise zu helfen, kann seit Mittwoch, dem 25. November 2020, die außerordentliche Wirtschaftshilfe (Novemberhilfe) beantragt werden. Diese Hilfe wird nun aufgrund der Verlängerung der Schließungen bis zum 20. Dezember 2020 verlängert. Damit sollen auch für die Zeit der Maßnahmen im Dezember von diesen Schließungen betroffenen Unternehmen Zuschüsse in Höhe von bis zu 75 Prozent des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019 als Hilfen zur Verfügung stehen. 

Für wen ist das interessant?
Antragsberechtigt sind direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, indirekt betroffene und mittelbar indirekt betroffene Unternehmen entsprechend den Regelungen der Novemberhilfe.

Wie beantrage ich das?

+++ Update +++

Anträge auf Dezemberhilfe können bis zum 30. April 2021 gestellt werden. Die Antragstellung wird über die IT-Plattform der Überbrückungshilfe erfolgen können. Der Antrag wird wie bei der Novemberhilfe über Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen oder andere Dritte erfolgen. Soloselbstständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, können die Anträge mit ihrem ELSTER-Zertifikat direkt stellen.

Weitere Informationen zur Dezemberhilfe gibt es hier.

Die No­vem­ber­hil­fe

Worum geht's?
Die am 28. Oktober von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie bedeuten eine enorme wirtschaftliche Belastung insbesondere für diejenigen Branchen, die von den temporären Schließungen betroffen sind. Viele dieser Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen sind bereits durch die Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Frühjahr wirtschaftlich angeschlagen und waren gerade dabei, sich zu erholen. Um diese besonders betroffenen Unternehmen zu unterstützen, stellt der Bund eine zielgerichtete außerordentliche Wirtschaftshilfe – die Novemberhilfe – bereit, die über die bestehenden Unterstützungsprogramme deutlich hinausgeht. 

Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließung in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt. Andere staatliche Leistungen, wie z. B. die Überbrückungshilfe oder das Kurzarbeitergeld werden auf die Novemberhilfe angerechnet.

Für wen ist das interessant?
Die Novemberhilfe des Bundes richtet sich an Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von den temporären Schließungen erfasst sind. Antragsberechtigt sind solche Unternehmen, die aufgrund des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Ebenfalls antragsberechtigt sind Unternehemen, die indirekt stark betroffen sind. Die Organisationsform und die Trägerschaft des Unternehmens oder der Einrichtung sind nicht entscheidend. Ein gemeinnütziges Theater kann ebenso Hilfen erhalten wie ein kommerzieller Restaurantbetreiber. Wichtig ist, dass das Unternehmen oder die Einrichtung am Markt tätig ist und Umsätze erwirtschaftet.

Wie beantrage ich das?

+++ Update +++

Anträge auf Novemberhilfe können bis zum 30. April 2021 gestellt werden. Die Antragstellung erfolgt elektronisch durch Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, vereidigte Buchprüfer*innen oder Rechtsanwält*innen über die Überbrückungshilfe-Plattform. Diese Form der Beantragung soll Missbrauch vermeiden. Gleichzeitig soll sie aber auch möglichst einfach sein.

Die Antragstellung der Novemberhilfe erfolgt unabhängig von der Überbrückungshilfe. Soloselbständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt, sofern sie bisher noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben.
Als Voraussetzung hierfür benötigen sie ein ELSTER-Zertifikat. Informationen zur Erstellung eines Benutzerkontos für ELSTER und zur Zertifikatsdatei findest du auf dem ELSTER-Portal.

Service-Hotline für Direktanträge Soloselbständige 030 1200 21034, für prüfende Dritte 030-52685087.

Weitere Informationen zu der Novemberhilfe gibt es hier.

Überbrückungshilfe III (inkl. Neustarthilfe für Soloselbständige)

Worum geht's?
Die bisherige Überbrückungshilfe (Überbrückungshilfe I und II) wird über das Jahresende hinaus verlängert und als Teil der Überbrückungshilfe III eine Neustarthilfe für Soloselbstständige eingeführt. Auch hier wird es weitere Verbesserungen geben, bspw. bei der Ansetzbarkeit von Ausgaben für Instandhaltung, Modernisierungsmaßnahmen oder auch Kosten für Abschreibungen. Bei der Höhe sind anstelle von bislang max. 50.000 Euro pro Monat künftig bis zu max. 200.000 Euro pro Monat Betriebskostenerstattung möglich.

+++ Update +++

Der Katalog erstattungsfähiger Kosten wird um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro erweitert. Damit wird Unternehmen geholfen, die Anstrengungen unternehmen, um die Hygieneanforderungen zu erfüllen. Außerdem sind Marketing- und Werbekosten maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahre 2019 förderfähig.

Die konkrete Höhe der Zuschüsse orientiert sich wie auch bislang am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 und ist gestaffelt:

  • bei einem Umsatzrückgang von 30 Prozent bis 50 Prozent werden bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet,
  • bei einem Umsatzrückgang von 50 Prozent bis 70 Prozent werden bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten erstattet und
  • bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 Prozent werden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten gezahlt.

Der Förderzeitraum umfasst den November 2020 bis Juni 2021. Dabei sind sowohl interne als auch externe Ausfallkosten förderfähig.

Für wen ist das interessant?
Die Überbrückungshilfe III unterstützt Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberufler*innen, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind. Es handelt sich um unbürokratische und schnelle Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

+++ Update +++

Die Antragsberechtigung wurde durch den Wegfall der Beschränkung auf kleine und mittlere Unternehmen ausgeweitet. Alle Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis 750 Millionen Euro in Deutschland können die Hilfe beantragen.

Wie beantrage ich das?

+++ Update +++

Die Überbrückungshilfe III kann ab sofort bis zum 31. August 2021 hier beantragt werden.

 

Die Neustarthilfe für Soloselbständige

Worum geht's?
Die Überbrückungshilfe III wird erhebliche Verbesserungen für Soloselbständige bringen. Betroffene, zum Beispiel aus dem Kunst- und Kulturbereich, sollen künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von bis zu 5.000 Euro für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 als steuerbaren Zuschuss erhalten können. Dazu wird die bisherige Erstattung von Fixkosten ergänzt um eine einmalige Betriebskostenpauschale (Neustarthilfe).

Damit können Soloselbständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III sonst keine Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, einmalig 25 Prozent des Umsatzes des entsprechenden Vorkrisenzeitraums 2019 erhalten. Die Neustarthilfe ist aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung u.ä. anzurechnen.

Für wen ist das interessant?
Antragsberechtigt sind Soloselbständige, die ansonsten im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen bzw. geltend machen können und die ihr Einkommen im Referenzzeitraum (im Normalfall das Jahr 2019) zu mindestens 51 Prozent aus selbständiger Tätigkeit erzielt haben. Die volle Betriebskostenpauschale wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Soloselbständigen während der siebenmonatigen Laufzeit Dezember 2020 bis Juni 2021 im Vergleich zu einem siebenmonatigen Referenzumsatz 2019 um mehr als 50 Prozent zurückgegangen ist.  Weiter können unständig Beschäftigte, z.B. Schauspieler*innen, die Einkommen aus selbständiger Tätigkeiten und unständiger Beschäftigung beziehen, die Neustarthilfe beantragen. Einkünfte aus unständiger Beschäftigung werden Umsätzen aus selbständiger Tätigkeit gleichgestellt.

+++ Update +++

Neben den Soloselbstständigen und den unständig Beschäftigten sollen auch die kurz befristet Beschäftigten in den Darstellenden Künsten Hilfen von bis zu 7.500 € für den sechsmonatigen Zeitraum Januar bis Juni 2021 beantragen können.

Wie beantrage ich das?
Die Überbrückungshilfe III, die die Neustarthilfe enthalten wird, soll ab dem 1. Januar 2021 gelten. Sie soll als Vorschuss ausgezahlt werden, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit Dezember 2020 bis Juni 2021 bei Antragstellung noch nicht feststehen.

Weitere Informationen zu den Überbrückungshilfen III und den Neustarthilfe gibt es hier.

Überbrückungshilfe II für kleine und mittelständische Unternehmen

Worum geht’s?
Die Überbrückungshilfe löst die ausgelaufene Corona Soforthilfe ab und geht jetzt in die zweite Phase. Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für diesen Zeitraum können ab sofort gestellt werden. Unternehmen, die die Soforthilfe empfangen haben, sind erneut antragsberechtigt. Die Förderung des neuen Programms ist deutlich höher als bei der Soforthilfe. Die Überbrückungshilfe ist ein Zuschussprogramm und muss nicht zurückgezahlt werden. 

Die Überbrückungshilfe II erstattet einen Anteil in Höhe von:

  • 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 70 Prozent
  • 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 50 Prozent und weniger als 70 Prozent
  • 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent und weniger als 50 Prozent

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. September 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen.

Zudem gilt:

  • Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat.
  • Die Anzahl der Beschäftigten ist bei der 2. Phase der Überbrückungshilfe (Förderzeitraum September-Dezember 2020) ohne Bedeutung für den maximalen Erstattungsbetrag. Anders als bei der 1. Phase der Überbrückungshilfe (Förderzeitraum Juni-August 2020) gibt es keine Maximalbeträge für Unternehmen mit bis zu fünf bzw. zehn Beschäftigten. Unabhängig von der Anzahl der Beschäftigten ist eine maximale Förderung von bis zu 50.000 Euro pro Monat möglich.

Für wen ist das interessant?
Förderfähig sind kleine und mittelständische Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, Soloselbstständige, Freiberufler*innen sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind. Voraussetzung ist, dass die Geschäftstätigkeit durch die Pandemie vollständig oder zum großen Teil zum erliegen gekommen ist: Die zweite Phase der Corona-Überbrückungshilfe kann für maximal vier Monate (September, Oktober, November und Dezember 2020) beantragt werden. Die Förderhöhe bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate September, Oktober, November und Dezember 2020 im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten im Vorjahr. Das Unternehmen darf sich am 31. Dezember 2019 gemäß EU-Definition nicht in Schwierigkeiten befunden haben.

Wie beantrage ich das?
+++ Update +++

Die Antragsfrist wurde bis zum 31. März 2021 verlängert. Das Antragsverfahren läuft digital ab und ist in zwei Stufen gegliedert:

  • Stufe 1: Glaubhaftmachung der Antragsvoraussetzungen und der erstattungsfähigen Fixkosten: Ein Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer muss Umsatzausfälle und die betrieblichen Fixkosten bestätigen.
  • Stufe 2: Nachträglicher Nachweis: Nach Programmende findet eine Soll-Ist-Abrechnung statt. Bei Abweichung der tatsächlichen Umsätze von der Prognose sind zu viel gezahlte Zuschüsse zurückzuzahlen oder werden nachträglich aufgestockt.

Das Fördervolumen beträgt insgesamt 25 Milliarden Euro. Es wird empfohlen schnellstmöglich mit eine*r Steuerberater*in oder Wirtschaftsprüfer*in den Antrag zu stellen, bevor die Mittel ausgeschöpft sind.

Weitere Informationen zur Antragstellung sind hier zusammengestellt.

Für Fragen rund um die Corona-Hilfsmaßnahmen hat die IFB eine Hotline eingerichtet: +49 40 42828 - 1500 

Finanzielle Förderungen und Entlastungen

Steuerliche Hilfsangebote für Unternehmen, Gebühren- und Miethilfen für Gewerbetreibende

Unternehmen, die wegen des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, können zur Entlastung verschiedene steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter nutzen. Darauf weist die Hamburger Finanzbehörde hin. Unternehmen sollten frühzeitig Kontakt mit ihrem zuständigen Finanzamt aufnehmen.

Steuerliche Maßnahmen, die zur Entlastung beitragen, können sein:

  • Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer auf Antrag
  • Stundung fälliger Steuerzahlungen
  • Erlass von Säumniszuschlägen
  • Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen
  • Hinzu kommen die bekannten Gebühren- und Miethilfen der Stadt für Gewerbetreibende.

          +++ Update +++

         Senat verlängert Miethilfen im Gewerbebereich bis 30. Juni 2021.

NEUSTART KULTUR

Worum geht's?
Mit dem milliardenschweren Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR fördert die Bundesregierung den Kultur-, Kreativ- und Medienbereich. Ziel ist es, sowohl privat finanzierte Einrichtungen als auch Künstler*innen und Kreative stärker zu unterstützen. Es gibt sowohl für einzelne Branchen spezifische Unterstützungen, als auch spartenübergreifende Förderungen von Digital-Programmen.

Für wen ist das interessant?
Das Programm enthält Förderungen für die Bereiche Musik / Musikfestivals / Clubs, Tanz, Theater, Bildende Künste / Galerien, Museen, Gedenkstätte / Archive, Bibliotheken, Rundfunk, Film / Kino und Soziokulturelle Zentren.

Wie beantrage ich das?
Eine nähere Übersicht über die Förderungsmöglichkeiten für die spezifischen Branchen findest du bei uns hier.

Zahlung von Ausfallhonoraren

Worum geht's?
Die Bundesregierung ermöglicht es Kulturinstitutionen, Ausfallhonorare an freischaffenden Kreativen zu zahlen, wenn das Engagement wegen der Corona-Krise abgesagt werden musste.

Für wen ist das interessant?
Die Regelung gilt für Kultureinrichtungen und Projekte, die vom Bund gefördert werden. Voraussetzung ist, dass das Engagement bis zum Stichtag 15. März 2020 vereinbart wurde. Bei Gagen unter 1.000 Euro, kann ein Ausfallhonorar von bis zu 60 Prozent des Nettoentgelts gezahlt werden. Bei Gagen über 1.000 Euro können die Künstler*innen maximal 40 Prozent des Nettoentgelts erhalten; die Obergrenze des Ausfallhonorars liegt bei 2.500 Euro.

Wie beantrage ich das?
Die Pressemitteilung der Bundesregierung findest du hier. Ob Ausfallhonorare gezahlt werden, ist von den individuellen Vertragsbedingungen abhängig. Mehr Informationen gibt es hier.

Sicherheit für zugesagte & erhaltene Zuwendungen

Worum geht's?

  • Zuwendungen der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien: Müssen geförderte Projekte vorzeitig abgebrochen werden, ist es im Rahmen einer Einzelfallprüfung möglich, von Rückforderungen für bereits zur Projektdurchführung verausgabter Fördermittel abzusehen. Fördermittel, die infolge ausgefallener Veranstaltungen vom Zuwendungsempfänger aufgrund ersparter Ausgaben nicht benötigt werden, sind grundsätzlich zurückzuerstatten.
  • Zuwendungen der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH): Förderzusagen der FHH bestehen, auch wenn die geplanten Produktionen und Projekte momentan nicht oder in anderer Form umgesetzt werden können.

Für wen ist das interessant?
Staatlich geförderte Kulturprojekte und -veranstaltungen, die aufgrund des Coronavirus abgebrochen werden mussten.

Wie beantrage ich das?
Bitte setze dich mit den Ansprechpartner*innen des jeweiligen Zuwendungsgebers in Verbindung.

Corona Recovery Fonds

Worum geht's?
Der Corona Recovery Fonds (CRF) schließt an das Modul für Innovative Startups in der Hamburger Corona Soforthilfe an. Über den CRF können langfristige Risiko- und Eigenkapitalfinanzierungen für innovative Startups und wachstumsorientierte kleine Mittelständler aus Hamburg realisiert werden, die aufgrund der Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten sind. 

Für wen ist das interessant?
Antragsberechtigt sind technologisch orientierte Start-ups, junge Unternehmen mit nicht-technologischen Produkt-, Dienstleistungs-, Prozess- und Geschäftsmodellinnovationen sowie sonstige wachstumsorientierte kleine Mittelständler bis maximal 75 Millionen Euro Jahresumsatz und bis zu 50 Mitarbeiter*innen. Ausgeschlossen von der Förderung sind Unternehmen, die sich bereits am 31. Dezember 2019 in Schwierigkeiten befanden sowie öffentliche Unternehmen. 

Wie beantrage ich das?
Die Fondsmittel werden über die Hamburgische Investitions- und Förderbank an die IFB Innovationsstarter GmbH und die BTG Beteiligungsgesellschaft Hamburg mbH weitergeleitet, die die einzelnen Beteiligungsfinanzierungen operativ umsetzen. Abhängig von Innovationsgrad und Finanzierungsstrategie können sich Unternehmen bei einem der beiden Beteiligungsfinanzierer um Beteiligungen in Höhe von bis zu 800.000 Euro bewerben. 

+++ Update +++

Die Laufzeit des Corona Recovery Fonds wird bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Außerdem wird das Fördervolumen von ursprünglich 50 Millionen Euro auf über 100 Millionen Euro verdoppelt. 

Corona-Sofortmaßnahmen der BKM

Worum geht’s?
Mit dem Hilfspaket Kultur im Wert von 25 Millionen Euro fördert die Behörde für Kultur und Medien (BKM) laufende Belastungen, die infolge der Allgemeinverfügung nicht länger durch eigene Mittel gedeckt werden können. Darüber hinaus wird ein Nothilfefonds in Höhe von zwei Millionen Euro eingerichtet, mit dem auf Antrag Ausfälle ausgeglichen werden können, die durch andere Hilfsmaßnahmen nicht erfasst werden.

Für wen ist das interessant?
Das Hilfspaket richtet sich an nicht-staatliche kulturelle Einrichtungen und Betriebe, die bereits eine regelmäßige Förderung der Behörde für Kultur und Medien erhalten oder nach den bestehenden Förderrichtlinien aufgrund der besonderen Situation förderfähig wären. Hiermit sind bspw. Privattheater, Musik-Clubs, Programmkinos, Stadtteilkulturzentren, Musikensembles und Festivals gemeint.

Wie kann ich das beantragen?
Wende dich bitte an deine Ansprechpartner*innen in der Behörde.

Aussetzung/Herabsetzung von Steuerzahlungen

Worum geht’s?
Unternehmen, die wegen des Corona-Virus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, können schon jetzt zur Entlastung verschiedene steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter nutzen, z.B. die Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer auf Antrag, Stundung fälliger Steuerzahlungen, Erlass von Säumniszuschlägen, Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen bis zum 31. Dezember 2020.

Für wen ist das interessant?
Steuerpflichtige, die unmittelbar von den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind.

Wie beantrage ich das?
Betroffene sollten sich schnellstmöglich mit dem für sie zuständigen Finanzamt in Verbindung setzen. Alle Anträge zum Corona-Erlass findest du hier.

Stundung von Krankenversicherungsbeiträgen

Worum geht’s?
Eine Stundung der Versicherungsbeiträge von freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Selbständigen kann beantragt werden, wenn alle anderen Corona-Hilfen ausgeschöpft sind.

Für wen ist das interessant?
Selbstständige, die freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind.

Wie beantrage ich das?
Bitte wende dich dazu an deine Krankenkasse. Allgemeine Informationen gibt der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen.

Kurzarbeitergeld

Worum geht’s?
Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Betrieb seine Beschäftigten in Kurzarbeit schickt. Den Arbeitgeber*innen werden zudem die Sozialbeiträge für die ausgefallenen Arbeitsstunden erstattet. Arbeitnehmer*innen, die mindestens ein Kind haben, bekommen 67 Prozent des ausgefallenen Nettoentgelts. Bis zum 31. Dezember 2020 wird das Kurzarbeitergeld erhöht: Ab dem vierten Bezugsmonat auf 70 Prozent (Beschäftigte mit mindestens einem Kind: 77 Prozent). Ab dem 7. Bezugsmonat erhöht es sich nochmals auf 80 Prozent (Beschäftigte mit mindestens einem Kind: 87 Prozent).

Für wen ist das interessant?
Unternehmen mit mindestens eine*r Mitarbeiter*in. Es muss mindestens ein Zehntel der Beschäftigten von einem Arbeitsausfall in Folge der Epidemie betroffen sein.

Wie beantrage ich das?
Kurzarbeitergeld kann bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden. Mehr Informationen findest du auf der Homepage der Agentur für Arbeit. Der Antrag kann hier gestellt werden.

IFB Hamburg Kredit Liquidität

Worum geht’s?
Kleinen und mittleren Unternehmen sowie gemeinnützigen Organisationen, die durch die Corona-Krise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind, eröffnet die IFB Hamburg kurzfristig mit dem Hamburg Kredit Liquidität neue Spielräume. Die Darlehenshöhe liegt bei mindestens 20.000 Euro und maximal 250.000 Euro. Das Darlehen hat eine Laufzeit von zehn Jahren mit einer Zinsfestschreibung für die ersten fünf Jahre. Der Darlehenszins beträgt in dieser Zeit 1,00 Prozent p.a. Die Tilgung setzt mit dem Beginn des fünften Laufzeitjahres ein. Sondertilgungen können jährlich vorgenommen werden.

Für wen ist das interessant? 
Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten (Vollzeitäquivalent), Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe, gemeinnützige oder Non-Profit-Organisationen sowie Existenzgründer*innen und Vereine. Den HKL beantragen können Unternehmen, die am 31. Dezember 2019 noch nicht in Schwierigkeiten gemäß Art. 2 Nr. 18 AGVO waren.

Wie beantrage ich das?
Die Antragsfrist wurde verlängert. Der Hamburg-Kredit Liquidität kann noch bis zum 30. Juni 2021 beantragt werden. Die aktualisierte Förderrichtlinie wird in Kürze veröffentlicht.
Der Kredite wird über Finanzierungspartner abgewickelt. Weitere Informationen findest du auf der Seite der IFB-Hamburg.

IFB-Förderkredit Kultur Fördermodul Corona

Worum geht's?
Die Freie und Hansestadt Hamburg bietet im Rahmen des „Hamburger Schutzschirms für Corona-geschädigte Unternehmen und Institutionen" eine Förderung für die Hamburger Kultur an. Ziel des IFB-Förderkredits Kultur Fördermodul Corona ist es, dass die finanziellen Einbußen durch die Corona-Pandemie soweit ausgeglichen werden, dass die Fortführung des Betriebs ermöglicht wird. Gefördert werden Betriebsmittel, wenn deren Bedarf aus der COVID-19-Krise resultiert. Die maximale Darlehenshöhe liegt bei 300.000 Euro.

Für wen ist das interessant?
Für das Fördermodul Corona sind alle juristischen Personen antragsberechtigt, die Träger oder Eigentümer eines Kulturbetriebes sind und zum Zeitpunkt der Antragstellung und Auszahlung eine Betriebsstätte in Hamburg haben und die am 31. Dezember 2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß Art. 2 Nr. 18 AGVO (Abl. L 187/1 vom 26. Juni 2014) waren, aber infolge der COVID-19-Krise in Schwierigkeiten geraten sind. Abweichend davon können Beihilfen für kleine und Kleinstunternehmen im Sinne des Anhangs I der AGVO gewährt werden, die sich am 31. Dezember 2019 bereits in Schwierigkeiten befanden, sofern diese Unternehmen nicht Gegenstand eines Insolvenzverfahrens nach nationalem Recht sind und sie weder Rettungsbeihilfen noch Umstrukturierungsbeihilfen erhalten haben.

Wie beantrage ich das?
Genaue Informationen zur Antragstellung sind hier zusammengefasst.

KfW-Kredite

Worum geht’s?
Für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe stehen zur Deckung von kurzfristigem Liquiditätsbedarf bereits etablierte Förderinstrumente der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung.

Für wen ist das interessant?
Unternehmen und Freiberufler*innen, die aufgrund der Coronapandemie in Liquiditätsschwierigkeiten geraten (sind).

Wie beantrage ich das?
Generell werden KfW-Kredite über Finanzierungspartner abgewickelt. Dies kann deine Hausbank oder jede andere Bank bzw. Sparkasse sein. Informationen dazu erhälst du auf der Internetseite der KfW oder über die Hotline:  0800 539 9 001.

Informationen und Beratung

Hotline für Fragen zu Wirtschaftshilfen der Behörde für Wirtschaft und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg

Für Unternehmer*innen und Freiberufler*innen mit Fragen zu möglichen Förderungen, Hilfsangeboten, Kurzarbeit hat die Behörde für Wirtschaft und Innovation wieder eine telefonische Hotline sowie eine eigene E-Mail-Adresse geschaltet.

Das Telefon ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr zu erreichen: 040 42841 1497.

Per E-Mail können Fragen an unternehmenshilfen.kmu@bwi.hamburg.de gerichtet werden.

Hotline der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg

Die Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg bietet in Zusammenarbeit mit dem FHH Bürgschaften an. Informationen und Ansprechpartner sind hier zusammengefasst. Die Hotline der Bürgschaftsgemeinschaft lautet: 040 611 700 100.

Hotline zur Grundsicherung für Selbstständige und Künstler*innen

Für die Gruppe der Selbstständigen und der Künstler*innen wurde eine bundesweite Hotline für eine Erstinformation zum Zugang zur Grundsicherung eingerichtet. Die Hotline ist befristet bis Ende 2021. Die Hotline ist erreichbar von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr unter der Servicerufnummer 0800 4555521.

Hotline der Handelskammer Hamburg

Die Handelskammer Hamburg infromiert auf ihrer Website über die aktuelle Situation und hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 040 36138 130. Eine schriftliche Kontaktuafnahme zu Corona-bedintgen Fragen kann auch via E-Mail vorgenommen werden: corona@hk24.de

Hotline der Handwerkskammer Hamburg

Fragen können telefonisch via 040 35905 302 und per E-Mail an info@hkw-hamburg.de an die Handwerksammer gerichtet werden.

Hotline der Bundesagentur für Arbeit für (Solo-) Selbständige 

Geschulte Mitarbeiter*innen aus den Jobcentern stehen für Fragen rund um die Grundsicherung zur Verfügung. Sie informieren über Anspruchsvoraussetzungen zu Leistungen der Jobcenter, nehmen Antragstellungen entgegen und klären, welche Unterlagen benötigt werden. Die Kolleg*innen weisen auch auf Online-Angebote im Kundenportal hin, beispielsweise wie der vereinfachte Antrag heruntergeladen werden kann. Die Mitarbeiter*innen in der Service-Hotline verweisen auch auf weitere Unterstützungs-und Hilfsprogramme des Bundes und der Länder im Zusammenhang mit der Corona-Krise.

Die Service-Hotline ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr unter 0800 4 5555 21 kostenfrei zu erreichen. Weitere Informationen gibt es hier.

Firmenhilfe – Beratung für Selbstständige

Die Firmenhilfe ist die von der Freien und Hansestadt Hamburg geförderte Hotline zur Unterstützung von Selbständigen (Freiberufler, Solo-Selbständige, und Kleinunternehmen mit bis zu fünf Mitarbeiter*innen) in Hamburg. Die Firmenhilfe berät insbesondere in Notsituationen unkompliziert und kostenlos über einen Telefonservice via 040 4321 6949 sowie durch webbasierte Angebote.

Mehr Aktuelles rund um die Corona-Krise

FAQ für Hamburger Kreativschaffende

Allgemeine Informationen für Unternehmer*innen und Solo-Selbstständige in der Corona-Krise. mehr erfahren. →

Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kreativwirtschaft

Auch im Kreativ- und Kultursektor hinterlässt die Corona-Krise gravierende Spuren mehr erfahren →

Weitere Corona-Hilfsangebote

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