Zukunftsszenario 2034: Content Foresight Mobility

6.9.2019Innovation

Zukunftsszenario 2034: Content Foresight Mobility

Virtuelle Stadtführungen, nahtlose "Content Journeys", eine Zukunftsutopie, in der Medienkosum und Mobilitätsnutzungen wahrhaft miteinander verschmelzen – In der Reihe Content Foresight von nextMedia.Hamburg und dem Cross Innovation Hub der Hamburg Kreativ Gesellschaft haben Expert/innen aus Medien- und Mobilitätsunternehmen gemeinsam mit spezialisierten Kreativschaffenden Ideen und Prototypen an der Schnittstelle von Content, Mobilität und Technologien wie KI, Blockchain, Voice, Augmented und Virtual Reality entwickelt.

Die Ergebnisse des mehrmonatigen Projektes wurden am 5. September 2019 im Rahmen des Content Foresight Mobility Play Days vor über 100 Gästen bei designxport Hamburg präsentiert.

Kooperationen fördern

Ein Grußwort von Tim Angerer, Amtsleiter Medien, Behörde für Kultur und Medien, leitete den Abend in der Hamburger HafenCity ein. Angerer wies auf die Wichtigkeit des Content Foresight-Projekts hin und stellte fest, dass der offene, gestalterische Ansatz des Programms zum Medienstandort Hamburg passen und diesen weiter stärken würde.

Ihm folgte Martin Randelhoff, Herausgeber und Gründer von Zukunft Mobilität, der einen Impulsvortrag zur Zukunft der Mobilität hielt und im Anschluss daran mit den Projektbeteiligten Nicolas Meibohm (Axel Springer), Johanna Leuschen (NDR) und Nils-Joachim Bauer (MaibornWolff) über die Chancen und Herausforderungen für Kooperationen zwischen Automobilherstellern und Content-Produzenten diskutierte.

Virtuelle Stadtführung

Als erste Projektgruppe präsentierten Vertreter/innen von Schwan Communications und der Hamburger Morgenpost ("Team hARmburg") eine AR-Anwendung, die Tourist/innen und Hamburger/innen eine virtuelle Stadtführung durch die Hansestadt ermöglicht. Über die Stadt hinweg sind dabei sogenannte „History Spots“ und Attraktionen verteilt, die die Geschichte der Stadt durch Mixed Media, also AR-Overlays, Podcasts und Flimsnippets, erlebbar machen. Um zwischen den verschiedenen „History Spots“ pendeln zu können, schlägt die App verschiedene Mobilitätsangebote wie Bahn, Bus, Stadträder, Boote, aber auch E-Scooter vor. Nutzer/innen sollen auf diese Weise für neue Arten der Mobilität motiviert werden.

Maximilian Gärtner, Schwan Communications: „Es war total interessant, mit neuen Technologien wie Augmented Reality zu arbeiten, ein Interface zu gestalten und sich mit den Herausforderungen der App-Gestaltung auseinanderzusetzen. Content Foresight Mobility hat uns die Möglichkeit gegeben, die Zukunft einmal komplett durchzudenken und kommende Herausforderungen zu identifizieren.“

Mit Blockchain entspannter ans Ziel

Nie existierten so viele Möglichkeiten unterwegs Content zu konsumieren wie heute, nie war die Masse der zur Verfügung stehenden Mobilitätslösungen so unüberschaubar. Die Content Foresight Teilnehmer/innen von MaybornWolff und Pilot Screentime fragten sich: Wie lassen sich Zeit und Komplexität zu reduzieren, um eine nahtlose Reisezeit inklusive des für alle Etappen optimiertem Contents zu ermöglichen? Mit der „Seamless Travel Experience Platform“ entwickelten sie den Prototypen einer non-proprietäre dezentrale Blockchain Plattform, welche eine nahtlose Reiseplanung inklusive individuell zugeschnittenem medialem Unterhaltungsangebot ermöglicht. Durch die Gleichberechtigung aller Mobilitäts- und Content-Anbieter bestimmen allein die persönlichen Nutzungspräferenzen sowie die Faktoren Zeit, Kosten, Nachhaltigkeit und Komfort, welche Angebote vorgeschlagen werden. Die Anwender/innen behalten dabei stets die vollständige Kontrolle über ihre Daten, deren Freigabe und Weiterverwertung durch Dritte. 

Hendrik Menz, pilot: „Wir sind extrem dankbar, dass wir an einem Thema arbeiten durften, das einen realistischen Zeithorizont , aber auch einen inhaltlich realistischen Ansatz behandelt. Unser Projekt spricht einen akuten und aktuellen Bedarf an und könnte den Menschen viel Zeit und viel Mühe sparen. Es war extrem spannend, an der Marktreife dieser Idee zu arbeiten.“

Die mobile Welt in 2034

Die dritte Arbeitsgruppe, in der Mitarbeiter/innen von NDR, Axel Springer, die Hochbahn, IAV, ITS Hamburg 2021 und Wunder Mobility beteiligt sind ("Team Erlebnismobilität"), hat aktuelle Trends wie Künstliche Intelligenz, Sharing Economy, digitale Nachhaltigkeit, autonomes Fahren und Conversational User Interfaces identifiziert. Darauf aufbauend hat das Team Thesen aufgestellt, wie sich diese Trends in den nächsten Jahren weiterentwickeln könnten. Herausgekommen ist ein Zukunftspapier, das die mobile Welt in 2034 skizziert – vogetragen von Tagesschau-Sprecher Michail Paweletz. Die Lesung zum Nachhören gibt es auf Soundcloud.

Dr. Johanna Leuschen, NDR: „Wir haben uns bei unserer Zukunftsutopie mit einer Ausformung des autonomen Fahrens beschäftigt und uns gedacht: Wenn Autos zukünftig autonom fahren werden, wird man die Zeit, die man im Auto verbringt, ganz anders nutzen können. So sind Spielformen wie ein autonom fahrender Schul-Shuttle entstanden, die Kinder abholen und pädagogische Inhalte schon während der Fahrt anbieten. Es war auf jeden Fall total spannend, den Blick so weit in die Zukunft zu richten und mit so vielen verschiedenen Partnern zu interagieren.“

Im Anschluss an die Veranstaltung konnten die jeweiligen Prototypen getestet und spielerisch ausprobiert werden.

Jenny Kornmacher

Ansprechpartnerin

Jenny Kornmacher

Projektleitung Cross Innovation Hub

T +49 – 40 – 879 7986 21
Nina Klaß

Ansprechpartnerin

Nina Klaß

Leiterin nextMedia.Hamburg

T +49 – 40 – 879 7986 120

Mitarbeiter/innen von Schwan Communications und der Hamburger Morgenpost entwickelten eine App, welche das städtische Mobilitätsangebot in eine virtuell geleitete Stadtführung einbindet

Die Seamless Travel Experience Platform von MaybornWolff und Pilot Screentime ermöglicht eine nahtlose Reiseplanung inklusive individuell zugeschnittenem medialen Unterhaltungsangebot

Hamburger Mobilitäts- und Medienanbieter zeichnen gemeinsam mit Kreativschaffenden die Zukunftsutopie einer idealen Verschmelzung von Mobilitäts- und Medienangeboten (Foto © NDR)

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